Molekulare Virologie by Susanne Modrow, Dietrich Falke

By Susanne Modrow, Dietrich Falke

Vom Gen zur Pathogenese

Das Lehrbuch Molekulare Virologie, seit vielen Jahren als unentbehrliches Standardwerk für Fachleute und Studenten etabliert, liegt nun wieder in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vor. Neben der durchgängigen Aktualisierung der Inhalte und Literaturzitate sind unter anderem format und structure des Buches angepasst sowie die eingestreuten Exkurse, die schlaglichtartig interessante Einzelthemen beleuchten, thematisch differenziert worden. Durch Einbindung eines zusätzlichen Autors sind zudem humanmedizinisch-klinische Aspekte nun noch stärker berücksichtigt.

Molekulare Virologie ist eine Einführung in die molekular- und zellbiologischen Grundlagen von Virusinfektionen bei Mensch und Tier. Das Buch vermittelt einen ausgewogenenen Überblick über humanpathogene und tierpathogene Viren. Mit seiner klaren Gliederung und verständlichen Darstellung weist dieses systematisch angelegte Lehr- und Nachschlagewerk sowohl Studenten und Dozenten der Biologie, Human- und Veterinärmedizin als auch Virologen, forschungsorientierten Klinikern, Tierärzten und Seuchenmedizinern sowie Fachleute in Mikrobiologie, Hygiene und Diagnostik den Weg durch die Vielfalt der virologischen Forschungsergebnisse.

Im ersten Teil des Buches arbeiten die Autoren die allgemeinen Prinzipien der Struktur, Vermehrung und Lebenszyklen von Viren heraus und beschreiben die wichtigsten pathogenetischen und immunologischen Mechanismen viraler Erkrankungen. Auch die Diagnostik und Therapie sowie die Epidemiologie solcher Infektionen und das heutige Methodenrepertoire der Virologen werden hier vorgestellt. Der zweite, spezielle Teil führt dann systematisch durch die Vielfalt der human- und tierpathogenen Viren. Ausführlich werden zum einen die Morphologie, die Genomorganisation und die Proteinaustattung sowie die Replikationsmechanismen der verschiedenen Virusfamilien dargestellt. Für die jeweils wichtigsten Vertreter präsentieren die Autoren zum anderen einen Überblick über die relevanten humanmedizinisch-klinischen beziehungsweise veterinärmedizinischen Aspekte. Auch seuchenrechtliche Aspekte kommen hier zur Sprache.

Dem Autorenteam gelingt es mit diesem Werk erneut, Virologie in ihrer ganzen Spannbreite - vom Molekül bis zur Klinik - überschaubar zu machen. Mit der konsequenten Verknüpfung dieser beiden Zugänge schlägt dieses Werk zudem dringend benötigte Brücken zwischen (molekular)biologischer Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung.

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Molekulare Virologie

Vom Gen zur Pathogenese Das Lehrbuch Molekulare Virologie, seit vielen Jahren als unentbehrliches Standardwerk für Fachleute und Studenten etabliert, liegt nun wieder in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vor. Neben der durchgängigen Aktualisierung der Inhalte und Literaturzitate sind unter anderem format und structure des Buches angepasst sowie die eingestreuten Exkurse, die schlaglichtartig interessante Einzelthemen beleuchten, thematisch differenziert worden.

Kindheitsbilder und die Akteure generationaler Arrangements

Was once macht Kinder zu Kindern? Wie wird Kindheit möglich? Welche Deutungen und Bilder von Kindern und Kindheit fließen in kindheitstheoretische Diskurse und pädagogische Arbeit mit Kindern ein? Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes verknüpfen empirische Analysen mit differenztheoretischen Annahmen der generationalen Ordnung und wissenssoziologischen Debatten zu einer 'neuen' soziologischen Kinder- und Kindheitsforschung.

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Nermuth, M. ; Steven, A. C. Animal Virus Structure. Amsterdam, New York, Oxford (Elsevier) 1987. Richman, D. ; Whitley, R. ; Hayden, F. G. Clinical Virology. 2. Aufl. Washington (ASM Press) 2002. 1 Womit beginnt die Infektion einer Zelle? Als obligate Zellschmarotzer haben Viren keinen eigenen Stoffwechsel. Sie müssen daher für ihre Vermehrung Zellen infizieren. Die Viruspartikel müssen in der Lage sein, bestimmte Rezeptormoleküle auf der Cytoplasmamembran der Wirtszelle zu erkennen und sich an diese anzuheften.

Versuche mit knock-out Mäusen, in deren Genom die für PrP codierenden Sequenzen deletiert sind, zeigten, dass PrPc für die Entwicklung und das Überleben der Tiere entbehrlich zu sein scheint. Ohne PrPc können sie aber auf keinen Fall eine Prionerkrankung entwickeln. Prionenerkrankungen des Menschen sind die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJD), Kuru, und die neue Variante der CJD (vCJD). Bei Tieren sind Scrapie (Schaf), die bovine spongiforme Encephalopathie (BSE, Rind) und die chronic wasting disease (CWD, Hirsch) die bekanntesten Vertreter.

Dieser Prozess beginnt an einem Replikationsursprung und verläuft bidirektional und semikonservativ; er ist der δ- oder Plasmidreplikation sehr ähnlich, die man bei der Vermehrung der zirkulären Bakterienchromosomen oder episomal vorliegender DNA-Moleküle findet. 5) weisen eine streng regulierte Form der Genexpression auf, die sich in eine frühe und späte Phase gliedert; auch diese Viren verwenden die zelluläre Transkriptions- und Translationsmaschinerie. Dabei werden früh verschiedene regulatorisch und enzymatisch aktive Polypeptide gebildet, unter anderem auch die viralen DNA-Polymerasen und einige im Nucleinsäurestoffwechsel aktive Enzyme, welche die Replikation der doppelsträngigen DNAGenome ermöglichen.

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