Familie und öffentliche Erziehung: Aufgaben, Abhängigkeiten by Claudia Bier-Fleiter (auth.), Dr. Claudia Bier-Fleiter

By Claudia Bier-Fleiter (auth.), Dr. Claudia Bier-Fleiter (eds.)

Der soziale Wandel ändert auch die Aufgabenbestimmungen von Familien und öffentlicher Erziehung. Die Beiträge aus Wissenschaft und Praxis setzen sich mit den Aufgaben, Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Ansprüchen auseinander.

Familie und Einrichtungen öffentlicher Erziehung sind wechselseitig miteinander verbunden. Eltern sind von öffentlicher Erziehung abhängig und delegieren Erziehungsaufgaben; öffentliche Erziehung versucht, familienorientiert zu wirken. Eltern bedienen sich eines Erziehungswissens, das sich immer weniger an tradierten Vorgaben orientiert, statt dessen von Experten beeinflusst ist, während professionell Erziehende familiale Erziehungsleistungen übernehmen. was once leisten familiale und öffentliche Erziehung, wo liegen ihre Grenzen?
Die Beiträge präzisieren die Aufgabenbereiche von Familienerziehung und öffentlicher Erziehung, sie analysieren ihre Wechselwirkungen und aktualisieren den Diskussionsstand.

Show description

Read Online or Download Familie und öffentliche Erziehung: Aufgaben, Abhängigkeiten und gegenseitige Ansprüche PDF

Similar german_7 books

Deutsche Forschung in der Antarktis: Wissenschaftlicher Fortschritt und Perspektiven

Content material: bankruptcy 1 Die globale Sonderstellung der Antarktis (pages 1–64): bankruptcy 2 Klimawandel (pages 65–99): bankruptcy three Energie- und Stoffkreisläufe (pages 101–122): bankruptcy four Physikalische und biologische Prozesse in polaren Systemen (pages 123–162): bankruptcy five Rahmenbedingungen für die deutsche Antarktisforschung (pages 163–199):

Extra resources for Familie und öffentliche Erziehung: Aufgaben, Abhängigkeiten und gegenseitige Ansprüche

Example text

Im Folgenden stehen die Mütter als ein Part des Geschehens Elternschaft im Mittelpunkt der Betrachtung. Es geht aber in einem ganzheitlichen Sinn um eine, wenn nicht um die grundlegende triadische Situation des Lebens: ein Kind entsteht aus der Beziehung von Vater und Mutter und steht so in einer unauflösbaren Beziehung zu beiden. Dennoch ist hier der Fokus der Betrachtung die Mutter. Im intersubjektiven Beziehungsgeflecht werden hier Analyse und Verständnis zunächst einem Part der Triade entgegengebracht, ohne damit vollständige Erklärungsmuster zu beanspruchen.

Einseitige Abhängigkeit von institutionellen und das heißt in unserer Kultur, meist hierarchischen Vorgaben lösen sich auf. An ihre Stelle tritt die Freiheit, die jeweiligen Systeme und Beziehungen selbst zu gestalten. Das klare hierarchische Gefälle zwischen Lehrer und Schüler, Arzt und Patient, Vorgesetzten und Untergebenen (und wir denken weiter im Privaten zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern) verliert sich zugunsten der Möglichkeit, die Arbeits-( und die privaten) Beziehungen miteinander so zu gestalten, wie es funktional für die Erreichung des jeweiligen Arbeits- (oder privaten) Zieles erscheint.

2. Professionalisierung sozialer und organisatorischer Kompetenz in Beruf und Privatleben Sehen wir uns gerade wegen dieser Befremdlichkeiten, welche die Idee der Professionalisierung im Privatleben mit sich bringt, zunächst an, was Professionalisierung von sozialer und organisatorischer Kompetenz im Rahmen des Berufslebens bedeutet. B. des Arztes, des Lehrers, des Vorgesetzten klar definiert durch ihre jeweilige fachliche Aufgabe, war deren Erfüllung dank intakter hierarchischer Verhältnisse rein von der inhaltlich-fachlichen Kompetenzen des Rolleninhabers abhängig, so ist das nun anders: Die Gestaltung der sozialen Interaktion zwischen dem Professionellen und seiner Klientel, der Aufbau des Settings, in dem er seine Arbeit tut, immer mehr auch des organisatorischen Rahmens, die Festlegung des Arbeitskontraktes und dergleichen mehr sind zur zentralen Voraussetzung für den beruflichen Erfolg im jeweiligen Feld geworden.

Download PDF sample

Rated 4.58 of 5 – based on 10 votes